DAS KULTUR PROJEKT

 

In den Bergen Tirols

WANBLI GLESK

chante otakuye

im Herzen verbunden

INTRO

 

 

 

Eine wahre Geschichte:  

 

Eine Gruppe von verschiedenen Therapeuten aus dem Westen war zusammen gekommen und hatte die Gelegenheit, einem traditionellen Ältesten Fragen zu stellen.

 

"Ist es sinnvoll oder hilfreich, Methoden oder Sichtweisen von anderen Kulturen bei uns im Westen zu verwenden oder könnte das auch schädlich oder sogar gefährlich sein?" Fragte einer von ihnen.

 

"Von welchen verschiedenen Kulturen redest du?" 

 

Fragte der traditionelle Älteste zurück und ließ dann einige Augenblicke der Stille verstreichen.  

 

"Wir essen alle mit dem Mund und hören mit den Ohren.

Mir ist nur eine Kultur bekannt, und das ist die Kultur des Herzens. Wer diese Kultur versteht und lebt, ist überall auf dieser Welt willkommen und zuhause. 

 

Die Geschichten und die Namen ändern sich, je nachdem wo du auf dieser Erde bist, aber die Essenz bleibt immer die gleiche, und sie beruht auf gegenseitigen Respekt."

setzte der Älteste fort und blickte dann nochmals in die Runde, "oder seht ihr das anders?"

WORUM GEHT ES?

 

  

 

Wir kommen mit einem frohen Herzen in diese Welt. Das zeigt sich besonders, wenn man kleine Kinder beobachtet, wie sie offen, vertrauensvoll, interessiert und mit einem Lächeln auf ihre Welt zugehen.

 

Tief in uns allen wohnt unzerstörbares Glück und Freude. So wie die Sonne immer scheint, auch wenn der Himmel voll dunkler Wolken hängt, so haben wir nicht immer Zugang zu dieser Freude - aber es hilft wenn wir verstehen, dass sie hinter den Wolken scheint.

 

Dieses Wissen von der inneren Sonne und wie man einige dieser Wolken vertreiben kann, wird von allen mir bekannten indigenen Kulturen und gehütet und seit vielen Generationen von einer an die nächste weiter gegeben.

 

Eine natürliche Gesetzmäßigkeit, die allen diesen Überlieferungen und Methoden gemeinsam ist: Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Sonne, da wo du deine Aufmerksamkeit hinlenkst, fließt Energie und das wird mehr. So einfach ist das.

DIE WURZELN DRAN LASSEN

Was bei uns heute im allgemeinen als die USA bekannt ist, war vor nicht all zu langer Zeit (vor ca. 250 Jahren) den meisten dort lebenden Millionen von Menschen mit mehr als 500 verschieden Sprachen und Traditionen als "Schildkröten Insel" - Turtle Island bekannt. 

 

Ihre traditionellen mündlichen Überlieferung und Instruktionen, wie man im gegenseitigen Respekt und Gleichgewicht mit der Erde und allen Geschöpfen lebt, sind kontinuierlich viele jahrtausendlang geflüstert, gesprochen, gesungen, getrommelt und getanzt worden.

 

Sie sind behaftet vom Mysterium des Sternenleuchtens, des Feuerscheins, des Trommelrhythmus und der Morgenröte. So berichten es die Stammesältesten, die diese Geschichten ins Heute tragen und weitergeben.

 

Sie betonen die Verantwortung, die wir als Menschen haben, die Freude in unserem Herzen zu nähren und den guten schönen Weg zu gehen, der dem Wohl aller Lebewesen dient. Weil alles zusammen hängt und miteinander verbunden ist.

MACHT DAS SINN?

Grundwerte wie Liebe, Wahrheit, Ehrlichkeit, Respekt, Bescheidenheit, Mut, Durchhaltevermögen wurden den Kindern durch vorleben und Geschichten schon in jungen Jahren vermittelt und beigebracht und bildeten die Grundlage des Miteinanders in der Familie wie auch im Stamm.

 

 

Eine wichtige Frage stellt sich:

 

Macht es Sinn und ist es möglich und hilfreich (vorerst anscheinend) fremde Methoden anderer Kulturen kennen zu lernen - beziehungsweise können diese uns auch darin unterstützen und helfen, unsere eigenen täglichen Herausforderungen besser zu meistern und lassen sie sich in unseren Alltag integrieren?

 

Wenn wir hungrig sind, sättigt uns eine japanische Ramen Suppe ebenso wie eine Tiroler Knödel Suppe. Die Zutaten und die Zubereitung sind wesentlich, unsere Gewohnheiten und Geschmack spielen hingegen was die Sättigung betrifft, nur eine untergeordnete Rolle.

 

Einer der großen Vorteile dieser althergebrachten Sichtweisen und Methoden ist jedenfalls, dass sie einfach, praktisch und wirksam sind und dass sie dadurch, dass sie teilweise schon seit vielen Jahrtausenden von einer Generation an die nächsten weiter gegeben werden, schon viele Realitätsüberprüfungen hinter sich haben.

DIE ERFAHRUNG ZEIGT

 

 

  

Je anspruchsvoller eine Situation oder eine Herausforderungen ist, desto wichtiger ist es auch, außerhalb der Box denken zu können, um Lösungen zu finden. Es hilft, wenn man alles aus der Adlersicht oder aus möglichst vielen Richtungen betrachten kann. Albert Einstein soll einmal gesagt haben: "Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind."

 

Es hat sich gezeigt, dass es oft hilfreich ist, diese einfachen natürlichen Gesetzmäßigkeiten, die wir ja auch aus unsere Kultur kennen, in einem anderen Kontext zu hören. Oft gelingt es dann, diese aus einem anderen Blickwinkel besser und tiefer zu verstehen. Einer dieser Sichtweisen ist zum Beispiel, dass man Korn erntet, wenn man Korn sät und keine Kartoffeln oder Tomaten.

 

Das ist ähnlich einem guten Theaterstück, bei dem du mit der Hauptperson mitfieberst, um dann später zuhause mit etwas mehr Abstand plötzlich deine eigenen Themen wiederzuerkennen.

 

Wer in die Ferne reist, kehrt gerne Heim, heißt es.

Ebenso lernen wir unsere eigenen Wurzeln besser kennen und schätzen, je mehr und je tiefer wir andere Kulturen kennen und verstehen lernen.

GENAU DARUM GEHT ES IN DIESEM PROJEKT

 

 

 

 

Indem wir als Gemeinde eine Patenschaft eingehen, bringen wir damit unseren Respekt und unser ehrliches Interesse und unsere Offenheit für die Menschen, die dort leben, zum Ausdruck, sowie für einen Kulturaustausch auf Augenhöhe. 

 

Gleichzeitig unterstützen wir dadurch das Überleben einer Sprache und Kultur, die so weit zurück reichen, als noch keltische und germanische Jägergruppen vereinzelt durch das Gaistal die Leutascher Ache entlanggewandert sind.

 

Die heutigen Lakota haben, so wie viele andere indigene Kulturen Nordamerikas, seit gut 250 Jahren einen der brutalsten Genozide und Assimilationsversuche der Geschichte überlebt.

 

Einige ihrer Ältesten und Weisheits-Hüter konnten versteckt und im Untergrund, trotz öffentlichem Verbot der US-Regierung (bis 1978 !), ihre Sprache, Tänze und Kultur zu praktizieren - das reiche und praktische Wissen ihrer Ahnen, wie man mit sich und mit der Erde im Gleichgewicht und miteinander in Kooperation lebt, bis zum heutigen Tag bewahren. 

Wir laden Tom und Loretta Afraid of Bear Cook zu uns nach Tirol in Leutasch ein. Damit drücken wir unseren tiefen Respekt aus, der ihnen für ihren beständigen Einsatz, diese wertvolle Kultur für die kommenden Generationen zu bewahren, gebührt.

 

Indem wir ihnen Raum geben, ihre Geschichte mit uns zu teilen und gehört zu werden, werden wir berührt und nehmen Anteil an ihrem Leben und was ihr Volk bis heute mitmacht. Es entsteht Verbindung, Verständnis

und Vertrauen, und alte Wunden können beginnen zu heilen.

 

Durch Vertrauen entsteht Nähe und Freundschaft und wir erkennen uns selber im anderen - seine, ihre Geschichte(n) erinnert uns an unsere eigene Geschichte -

besonders wenn eine Kultur so sehr mit der Erde, mit inneren Werten und mit der Jagd verbunden ist, wie die der Lakota.

 

Durch das Kennenlernen einer fremden Kultur lernen wir unsere eigene Kultur besser schätzen und verstehen, und können unsere eigenen Wurzeln noch tiefer ins Erdreich wachsen und stärker werden. In Zeiten großer Veränderung - wie wir sie heute erleben - ist es besonders wichtig, starke Wurzeln zu haben und sich an die eigenen inneren Werte zu orientieren

ADLER BRAUCHEN BEIDE FLÜGEL ZUM FLIEGEN

 

 

 

 

Alle indigenen Kulturen und Traditionen dieser Erde und auch die Wissenschaft betonen, dass jede menschliche Beziehung, ob Freundschaft, Familie oder Gemeinde, auf das Leben und Einhalten von gemeinsamen inneren Werten gründet. In schwierigen Zeiten umso mehr. Deswegen ist eine zentrale Frage, der wir uns in diesem Kultur Projekt widmen wollen: Welche inneren Werte sind uns persönlich und auch als Gemeinde wichtig und wie können wir sie heute miteinander leben und an die kommenden Generationen weitergeben?

 

Eine ebenso wichtige Frage ist: Was ist die wahre Natur unseres Geistes, und was können wir konkret tun, damit unser Geist ruhig, entspannt und gleichzeitig fokussiert ist? Denn mit einem ruhigen Geist ändert sich unsere Sichtweise und lassen sich Herausforderungen, vor denen wir stehen, viel besser angehen und lösen.

 

Wenn wir die Lakota Perspektive hören und uns dabei auch durch die neuesten Erkenntnissen der Quantenphysik, Epigenetik und der modernen Hirnforschung an diese Fragen annähern - nützen und verbinden wir das Wissen und die Erfahrungen zweier Welten, um ein möglichst konkretes und praktisches Verständnis zu entwickeln. 

 

Wenn wir auf diese beiden Fragen praktische Antworten finden, können wir wie ein Adler mit zwei starken Flügeln in die Mitte von jedem Sturm fliegen. Dorthin wo Stille und Ruhe herrscht und von dort aus für alle Herausforderungen sinnvolle Perspektiven und gute Lösungen finden und entwickeln.