KURZVERSION

chante otakuye

im Herzen verbunden

WANBLI GLESKA – Eine Vision für Leutasch

 

 

In einer Welt voller Herausforderungen ruft das Kulturprojekt WANBLI GLESKA dazu auf, eine neue Geschichte des Miteinanders zu schreiben. Die Kernbotschaft lautet: Kooperation, Respekt und Weisheit sind essenziell für eine nachhaltige Zukunft im Einklang mit der Natur.

 

Ziel des Projekts

 

Das Projekt bringt Lakota Älteste aus den Reservaten (USA) nach Leutasch, Tirol, um ihr Wissen über ein bewusstes, nachhaltiges Leben zu teilen. Es geht um den kulturellen Austausch, das Bewahren indigener Traditionen und das Lernen von Weisheit, die auf Gemeinschaft, Mitgefühl und Naturverbundenheit basiert.

 

Geplante Aktivitäten

 

Interkultureller Austausch: Treffen mit indigenen Weisheitshütern und Einblick in deren Lebensweise

 

Redekreise und Seminare: wir kommen im Kreis zusammen und reden über Werte, Nachhaltigkeit und Kooperation

 

Handwerk und Überlebenstechniken: Workshops zu traditionellen Techniken wie Ledergerbung oder Kräuterkunde

 

Kulturelle Erlebnisse: zusammen kommen und Feiern in Tipis, gemeinsames Essen nach Lakota-Tradition

 

Langfristige Vision für Leutasch

 

Das Projekt soll Leutasch zu einem Zentrum für kulturellen Dialog und nachhaltige Entwicklung machen. Tourismus, Landwirtschaft und Gemeinschaft profitieren durch neue Impulse und Perspektiven. Die Vision ist es, eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen zu schaffen – mit Respekt für Natur, Kultur und innere Werte.

 

 

Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.“ – Gemeinsam können nachhaltige Visionen Realität werden.

 

 

 

DAS KULTUR PROJEKT – In den Bergen Tirols, im Herzen verbunden

 

Dieses Projekt basiert auf der Idee, dass alle Kulturen eine gemeinsame Essenz haben – die Kultur des Herzens - geprägt von Respekt, Freude und Verbundenheit.

 

Worum geht es?

 

In unserer schnelllebigen Welt verlieren wir oft den Zugang zu unserer inneren Freude. Indigene Kulturen bewahren seit Jahrtausenden das Wissen, wie wir diesen Zugang stärken können. Ein zentraler Aspekt dabei ist: "Dort, wo wir unsere Aufmerksamkeit hinlenken, fließt Energie."

 

Traditionen bewahren und voneinander lernen

 

Viele indigene Völker wie die Lakota in Nordamerika haben trotz Unterdrückung ihre Weisheit über das Leben im Gleichgewicht mit der Natur bewahrt. Ihr Wissen und ihre Geschichten können uns helfen, unsere eigenen Wurzeln besser zu verstehen und zu schätzen.

 

Das Projekt: Ein interkultureller Austausch

 

Die Gemeinde Leutasch in Tirol geht eine Patenschaft mit den Lakota ein, um den kulturellen Austausch auf Augenhöhe zu fördern. Als Teil dieses Projekts werden die Lakota-Ältesten Tom und Loretta Afraid of Bear Cook nach Tirol eingeladen, um ihre Geschichte und ihr Wissen zu teilen.

 

Warum ist das wichtig?

 

Dieser Austausch stärkt nicht nur das Verständnis zwischen Kulturen, sondern hilft auch, alte Wunden zu heilen, Freundschaften zu knüpfen und sich selbst durch die Augen anderer besser kennenzulernen. In Zeiten des Wandels sind starke Wurzeln und innere Werte essenziell – genau darum geht es in diesem Projekt.

 

Adler brauchen beide Flügel zum Fliegen

 

Alle menschlichen Beziehungen basieren auf gemeinsamen inneren Werten. In schwierigen Zeiten ist es besonders wichtig, diese zu erkennen und weiterzugeben. Eine zentrale Frage ist, wie wir unseren Geist beruhigen und fokussieren können, um Herausforderungen besser zu meistern.

 

Durch die Kombination indigener Weisheiten mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen können wir ein ganzheitliches Verständnis für diese Themen entwickeln.

Der Adler als Symbol

 

In den Kulturen der Lakota und anderer indigener Völker symbolisiert der Adler Kraft, Freiheit, Mut und Weisheit. Er bleibt seinem Partner ein Leben lang treu und erinnert an die Bedeutung von Loyalität und Gemeinschaft.

 

Der Adler sieht das große Ganze, fliegt direkt in Stürme hinein und nutzt die Kraft des Windes, um höher zu steigen – eine Metapher für das Überwinden von Schwierigkeiten.

 

Der heilige Kreis

 

Der Kreis ist ein zentrales Symbol für die Lakota, das die Gleichheit und Verbundenheit allen Lebens ausdrückt. Alles in der Natur ist rund – Sonne, Mond, Lebewesen und sogar die Behausungen der Lakota (Tipis). Der Kreis steht für das zyklische Wesen des Lebens und erinnert daran, dass alle Lebensformen gleichwertig sind.

 

Spirituelle Lebensweise

 

Die Lakota-Kultur lehrt, dass Spiritualität nicht käuflich ist, sondern eine bewusste Lebensweise darstellt, die auf Naturgesetzen und innerer Balance beruht. Es geht darum, nicht nur auf der Erde, sondern mit der Erde zu leben - unsere Verwandtschaft mit Großmutter Erde zu erkennen und zu ehren.

 

Durch die Verbindung mit dem eigenen Herzen kann jeder Mensch mehr Mitgefühl, Klarheit und Harmonie in sein Leben bringen. Diese Weisheit trägt dazu bei, Frieden für sich selbst und kommende Generationen zu schaffen.

 

Die Illusion der Trennung

 

Der Mythos der Trennung hat über Jahrhunderte Misstrauen und Konflikte genährt. Indigene Weisheiten betonen jedoch, ähnlich wie die Quantenphysik, dass alles miteinander verbunden ist. Wenn Menschen sich wieder als Teil des großen Ganzen erkennen, können sie in Harmonie mit sich selbst, der Natur und ihren Mitmenschen leben.

 

Eine Gemeinde im Dialog: Die Kraft des Zuhörens und Verstehens

 

Konflikte sind ein natürlicher Bestandteil menschlicher Beziehungen und können als Katalysator für Wachstum und Veränderung dienen. Statt sie zu „lösen“, sollten sie als Chance zur Transformation unserer Sichtweisen und sozialen Strukturen genutzt werden. Wesentliche Ursachen von Konflikten sind Missverständnisse, unfaire Behandlung und mangelnde Kommunikation.

 

Ein konstruktiver Dialog kann Brücken bauen, Verständnis schaffen und neue Perspektiven eröffnen. Dabei geht es nicht um das Durchsetzen der eigenen Meinung (wie in einer Diskussion), sondern um gegenseitigen Respekt, kreatives Zuhören und das gemeinsame Finden von Lösungen. Der Dialog ermöglicht Menschen, zu lernen, sich authentisch auszudrücken und voneinander zu lernen.

 

Indigene Kulturen wie die Lakota haben seit jeher Methoden für respektvolle Kommunikation entwickelt,

z. B. den Redekreis, in dem jeder ohne Unterbrechung sprechen darf. Auch in europäischen Traditionen versammelten sich einst Gemeinschaften um das Feuer, um Konflikte zu besprechen. Vertrauen ist eine zentrale Voraussetzung für den offenen Dialog, ebenso wie Respekt, Freundlichkeit und Achtsamkeit.

 

Spiritualität und Verbundenheit

 

Die Lakota-Kultur lehrt, dass alles Leben miteinander verbunden ist. Ihre spirituelle Praxis basiert auf Respekt, Mitgefühl und dem Gleichgewicht mit der Natur. Diese Werte sind universell und in vielen Kulturen tief verwurzelt.

 

Zeremonien wie der Sonnentanz oder die Schwitzhütte wurden über Generationen bewahrt, trotz der jahrhundertelangen Unterdrückung durch die US-Regierung. Heute teilen einige Lakota-Gemeinschaften ihre Traditionen mit Menschen, die mit aufrichtigem Herzen teilnehmen möchten, und betonen dabei, dass Spiritualität inklusiv ist.

 

Ein echter spiritueller Weg besteht darin, Frieden in sich selbst zu finden und mit allen Lebewesen in Harmonie zu leben. Dies erfordert innere Arbeit, Geduld und Mitgefühl. Indem wir lernen, bewusst zuzuhören und wahrhaft zu kommunizieren, können wir als Gesellschaft wachsen und gemeinsam neue Lösungen finden.

 

Mitakuye Oyas'in „Wir sind alle miteinander verbunden